Noze – Dring

Das französische Duo Noze ist vor Allem durch seine ausschweifenden Live Shows bekannt. Dass die Jungs neben dem reichlichen Konsum von Wein und Wodka aber auch super Alben produzieren können beweist der neueste Streich Dring.

Also hier jetzt die schonungslose Kritik vom neuen Noze Album Dring:

Los geht´s mit einem typischen Noze Track. Verschiedene Bläser, hier und da ein Clap und Rascheln, unterlegt mit netten Vocals. Das Ganze in einem mäßigen Tempo. Gefällt schon sehr und macht sich ausgezeichnet als Opener und Lust auf mehr.

Die nächsten beiden Tracks könnten sich kaum mehr voneinander unterscheiden. Erst ein sehr deeper Sound gefolgt von einem totalen Eskalations-Hit.

Der Album Titel macht alles richtig! Für mich einer der besten Songs, die je von Noze produziert wurden. Hier werden organische Sounds perfekt in Szene gesetzt! Blasmusik vom Allerfeinsten!

Im Anschluss kommt mit Exodus eine sehr schöne Zusammenarbeit mit Wareika. Dezent gesetzte Gitarrenklänge treffen auf einen schönen Synthie-Beat und tragen den Gesang von Florian Schirmacher wunderbar durch die vier Minuten.

Mit In The Back Of My Ship wird ein Reggea Song präsentiert, der ja eigentlich nicht unbedingt zum typischen Repertoire von Noze gehört. Reiht sich aber ausgezeichnet in die abwechslungsreiche Platte ein. Unterstützung gibt es hier von den französischen Freunden dOP.

Weiter geht’s mit einem Klangexperiment, das in Richtung Free Jazz abdriftet, dabei aber mit den für Noze typischen tiefen Vocals aufwartet. Nubian Beauty ist der ruhigste Song vom Album.

Der synthetische Beat drückt den nächsten Minimal Track schön nach vorne. Im Mittelteil dann ein wunderschönes Gitarren Zwischenspiel. In diesem Track wird besonders deutlich, dass hier ein größeres instrumentales Ensemble beteiligt war. Zum Ende hin gibt’s noch ein grandioses Klavier Outro.

Marabout beginnt mit einem schönem Klavier Riff, welches die Vocals im Verse durch den Song geleitet. Der Beat weist wieder die typischen staccato Bläser auf. Eindeutig einer der clubtauglicheren Songs.

Den Abschluss des Albums bildet ein ruhiger, von Klavier und Gitarrenklängen gezeichneter Song. Willi Willi bietet mit seinem zweideutigen Text und dem Fehlen jeglicher Beats einen schönen Abgang.

Die Platte ist musikalisch auf einem sehr hohen Niveau. Hier finden sicher auch Leute mit anspruchsvollen Musikgeschmack, der in Richtung Klassik und Jazz geht, ihre Freude. Dennoch bleibt der typische Noze Sound in den Songs erhalten. Das Einzige, was mir fehlt, sind französische Vocals. Die Platte bietet Songs zum Tanzen und einfach nur zum Anhören. Hier verschmelzen elektronische und organische Klänge perfekt. Das Duo hat hier eine schöne Weiterentwicklung ihres einzigartigen Sounds abgeliefert. Ich bin schon jetzt auf die Live Auftritte mit Band gespannt!

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Exklusiv: Interview mit Frittenbude

Im Folgenden lest ihr das gesamte Interview des Soundbox-Blog mit Frittenbude. Entstanden ist das Ganze im Rahmen der Jägermeister Wirtshaustour am 21.04.2011 in Frankfurt.

Nachdem über den Soundbox-Blog und dessen Inhalte sowie über unsere Herkunft und die doch nicht ganz ungewöhnlichen Umstände unserer Anwesenheit in Frankfurt gequatscht wurde, ging es dann auch schon voll los…

Soundbox-Blog: Was haltet ihr von der großen Anzahl Blogs, die sich mit Musik, Popkultur usw. beschäftigen?

Jakob: Seit Facebook ist das Ganze etwas zurück gegangen. Ich war noch vor 1-2 Jahren viel öfter auf Blogs unterwegs als jetzt, aber generell natürlich eine geile Geschichte! Weil Blogs sind die wirklich unabhängigen Medien!

Johannes: Die Meinung der großen Musikmagazine ist seitdem auch nicht mehr so wichtig. Wenn fünf Magazine Sch**** über ein Album schreiben, welches aber im Netz zum Beispiel von Blogs gehyped wird, dann hat die Meinung der Magazine letztendlich nichts mehr zu bedeuten.

Martin: Ich find’s schade, dass dieses ganze „Facebook Verlinke“ Blogs wiederum langsam in den Hintergrund stellt. Die Leute schauen nur noch auf ihr blödes Facebook, weil sie zu Faul sind, noch auf die Seiten zu gucken.

Johannes: Stimmt, selbst so’n Clip von 4min ist schon zu lang… Es muss alles kurz sein, eine Minute abgehandelt und fertig.

 

Soundbox-Blog: Wart ihr dann auch RSS Feed User, die ihre Stammwebsites regelmäßig nach neuen Beiträgen durchsucht haben?

Martin: Ahhh, dieses Sagenumwobene RSS… Neee, das haben wir bisher nicht gecheckt *lacht*

Johannes: Wir sind eher so für die guten alten Lesezeichen.

Johannes: Ja und was ist dann jetzt RSS?

Martin: Dann kriegst du immer so Updates, wenn dein lieblings-Blog was Neues postet!

*kollektives Aha-Erlebnis*

 

Soundbox-Blog: Welche Rolle spielte das Internet für den Bekanntheitsgrad von Frittenbude?

Jakob: Ziemlich wichtig. Wir sind anfangs ja nur übers Internet gebucht worden. In unserer Region haben wir gar nicht so viel Feedback bekommen. Wer weiß, ob’s uns jetzt noch geben würde, wenn das Internet nicht da wäre. Mittlerweile läuft die ganze Kommunikation übers Internet.

Johannes: Wir waren ja auch komplett unbekannt, Leute kannten uns nur übers Internet und wir hatten wirklich nicht viele Konzerte gespielt aber wo wir auch hin kamen waren Leute, die unsere Songs mitgesungen haben.

Jakob: Schade, dass es sowas wie Myspace nicht mehr gibt, bzw. das es so am Sterben ist. Es gibt im Moment einfach keine wirkliche Music-Social-Network Plattform. Es gibt zwar Soundcloud, aber das ist eben speziell für Musiker. Bei Myspace fanden sich alle Arten von Künstlern.

 

Soundbox-Blog: Dafür funktioniert ja die Soundcloud Integration auf Facebook recht gut.

Johannes: Es fehlt aber ein richtiges Musiker Profil auf Facebook.

Jakob: Das gib es schon, Band Page oder so ähnlich… aber trotzdem funktioniert das Ganze nicht richtig.

Johannes: Ich find schon, dass das ganz gut Funktioniert. Du hast all deine Sounds da drin.

Jakob: Ja, aber du muss zahlen um es richtig nutzen zu können! Leider noch nicht so optimiert…

Johannes: Aber auf Myspace hatten wir doch auch nur vier Songs am Schluss.

Martin: Das warn dann aber auch die Geilsten!

Jakob: Stimmt! Wie wichtig das war, das ist Wahnsinn! Das Internet ist so schnelllebig. Vor einem Jahr noch haben uns Veranstalter die Hölle heiß gemacht, wenn ein Gig nicht rechtzeitig auf Myspace angekündigt war. Und jetzt interessiert’s einfach keinen Menschen mehr. Dann gab’s ja da auch noch diese Myspace-Charts und wenn man da recht weit vorne war, dann war das ja fast schon wichtiger wie in den richtigen Charts…

Johannes: Neeeeeee!

Jakob: Dann halt nur für mich…

*alle lachen*

 

Soundbox-Blog: Fühlt ihr euch dann eher auf kleinen Bühnen wohl oder spielt ihr lieber vor 1000en von Leuten?

Johannes: Das hat beides was für sich. Es ist schon der Sonderfall, wenn du vor sau vielen Leuten stehst und du die auch alle mitreißen kannst, aber es ist genauso schön wenn du in einem kleinen Kaff spielst und du einfach genau siehst, wie die Leute Bock und Spaß haben.

Jakob: Es gibt natürlich auch Festivalauftritte die nerven, weil es halt sau anstrengend ist.

Martin: Boa… ich muss mal! *klinkt sich erst einmal aus*

Jakob: Wir waren auch schonmal in einem kleinen Lokal in Berlin und nach dem ersten Song ist uns das Hauptmischpult ausgefallen. Dann war da fast eine halbe Stunde einfach kein Sound und die Leute haben trotzdem weiter getanzt und gesungen! Aber wenn so etwas auf einem Festival passieren würde, dann würden die Leute einfach angepisst wegrennen. In einem kleinen Laden ist es eher akzeptabel, wenn mal Scheiße passiert.

 

Soundbox-Blog: Letztes Jahr habt ihr ja auch die Dorfdisko Tour hinter euch gebracht. Die hat euch sicher auch Einblick in die Feierkultur quer durch ganz Deutschland gegeben. Wo kann man eurer Meinung nach besser feiern? Dorf oder Stadt, Ost oder West, drinnen oder draußen?

Johannes: Das ist ganz egal wo, gefeiert wird überall! Das kann man nicht fest machen. Es gibt natürlich immer mal Abende, wo es nicht so abgeht, aber das kann man nicht einfach über einen Kamm scheren.

Jakob: Zum Beispiel letzte Woche waren wir auch irgend nem Dorf in Ostfriesland mitten im Nirgendwo. Das war die absolute Dorfdisko, sowas haben wir noch nicht gesehen. Das war trotzdem geil. Also wir haben auch erst gedacht „mein Gott, wie wird das?“ aber es war trotzdem geil. Die Leute hatten Bock auf das Konzert und waren froh, dass endlich mal irgendwas Geiles in die Nähe kommt und…Passt!

 

Soundbox-Blog: (Ihr als Bayern…) Tanzverbot an Feiertagen? Muss das heute wirklich noch sein?

Johannes: Totaler Schwachsinn!

Jakob: Es gibt auch Wege, das zu umgehen. Wir haben schon so oft an Abenden gespielt, an denen Tanzverbot war oder sind selbst feiern gegangen. Ich versteh gar nicht, warum sich die Leute da noch dran halten! Es gibt immer einen Grund zu feiern.

Johannes: Das ist ja auch das Kranke daran. Du gibst den Leuten einen Feiertag und verbietest ihnen dann das Feiern.

Martin: *kommt gerade mit einem Teller vom Buffet wieder* Du kannst ja auch nicht sagen, seid alle kollektiv traurig, weil damals der Jesus…

Johannes: …Ach, das hat was mit Jesus zu tun?!

*Gelächter*

Jakob: Streng genommen ist es der totale Schwachsinn, weil Staat und Religion eigentlich getrennt sein sollten. Aber auf der anderen Seite gibt es christliche Feiertage, an denen man nicht tanzen oder feiern darf.

 

Soundbox-Blog: Wie steht ihr denn zur momentanen Entwicklung in der elektronischer Musik (Junge Produzenten wie Nikolas Jaar, Dubstep Hype à la James Blake, Pop mit Folk Einflüssen, usw.)?

Jakob: Sehr geil! Richtig gute Musik.

Johannes: Nicolas Jaar bin ich riesen Fan, James Blake auch.

Jakob: Ganz ehrlich, wir waren ja auch eher so auf härteren Partys. Also Nu-Rave würde ich’s mal bezeichnen. Und das Ganze war irgendwie schon so ein bisschen durch. Also ich selber konnte es kaum noch hören. Und parallel gab’s ja dann immer noch die Minimal Schiene. Aber heute trifft sich dann wieder alles in der Mitte. Leute die ganz ruhig waren, und jetzt wieder härter werden, aber auch Leute die hart waren und jetzt wieder ruhiger werden und sich alles in so einer geilen, groovigen Mitte trifft.

Johannes: Das ist zum Beispiel auch an Dubstep das Schöne, dass du mal so 20min Ruhe hast und dann  geht’s wieder richtig gut zur Sache. Auch wenn’s blöd klingt, es ist einfach für Jeden was dabei!

 

Soundbox-Blog: Also kann man schon sagen, dass ihr der Meinung seid, dass heute wirklich jeder gute Musik in seinem eigenen Schlafzimmer machen kann?

*Lachen*

Johannes: Wir machen eigentlich nichts Anderes!

Jakob: Also das erste Album ist komplett in meinem Bett entstanden. Jedenfalls vom Instrumentalen her.

Johannes: Ich hab auch drei Texte vom ersten Album in einer Nacht komplett in meinem Bett geschrieben. Da hatte ich noch so ne Platzwunde an der Hand und hab komplett die Textblätter vollgeblutet.

Jakob: Und wir hören uns ja selber auch ganz, ganz unterschiedliche Musik an. Auch viel ruhige Musik, die man gar nicht so zum Feiern hört. Bei mir selber, also wenn ich jetzt Musik produziere, dann will ich immer so nen Peak erriechen, also ein Gefühl, was einen zum Abgehen zwingt. Ich mach zwar auch oft chillige Musik aber das ist mir dann doch meist zu…ähhhh….chillig

 

Soundbox-Blog: Mit welchem Stück Hardware bastelst du dann bevorzugt an deinen Tracks Jakob?

Jakob: Ich hab mir jetzt vor Kurzem erst nen Synthesizer gekauft, den Moog Voyager, den nutz ich eigentlich hauptsächlich. Dann hab ich noch nein feinen kleinen analog Synthi, den Tetra von Dave Smith – auch ne feine Kiste. Ja, und sonst läuft alles in Logic oder Ableton zusammen.

 

Soundbox-Blog: Welche Künstler haben euch als Frittenbude besonders beeinflusst?

Martin: So viele….!

Jakob: Das kann man so nicht sagen…

Johannes: DJ Hell auf jeden Fall und T-Raumschmiere. LCD Soundsystem!

Martin: Aber auch so Hip-Hop Geschichten.

Jakob: Also ganz klar würde ich sagen Wu-Tang Clan damals in den 90ern. Wie Rza seine Beats gebaut hat, dass kommt zum Beispiel in Songs wie „Bilder mit Katze“ gut raus. Da wollte ich auch unbedingt hin, also vom Instrumentalen her. Also so ein typisches „Loop-Ding“, was sich 3min nicht großartig verändert, sonder immer wieder kommt.

 

Soundbox-Blog: Dann wollen wir euch nicht mehr länger langweilen. Kommen wir zur letzten und wohl entscheidenden Frage: Wie trinkt ihrer euren Jägermeister am liebsten?

Kollektiv: Gar nicht!

*alle lachen*

Johannes: Wodka!

Martin: Naja doch, ab und zu schon, aber er muss schon kalt sein!

Johannes: Wenn dann kalt und richtig kalt und pur! Jahrelang hab ich ihn immer mit Red Bull gesoffen, aber das ist so ne süße Plörre…

Jakob: Wenn wir so unter uns  sind ist das Ding ja, dass wir das jedes Wochenende machen. Und dann geht das irgendwann nicht mehr mit Jägermeister saufen. Dann brauchst du einfach nur Klaren, der nach nichts schmeckt und einfach nur funktioniert!

Martin: Aber da reagiert halt jeder Magen anders… oder jede Leber.

Johannes: Also kein Whiskey, kein Jägermeister, nur Purer.

 

Soundbox-Blog: Dann bedanken wir uns bei euch für die aufschlussreichen Antworten!

Johannes: Wir uns auch! War nett, Danke!

 

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Review: So war die Jägermeister Wirtshaustour in Frankfurt

Nach einem turbulenten Oster Wochenende wird es nun endlich Zeit, die Gedanken zu sammeln und euch ein Paar Eindrücke aus eben diesem Wochenende zu vermitteln.
Am Donnerstag den 21.04.2011 machte sich eine kleine Gruppe feierwilliger Thüringer auf die Reise ins hessische Frankfurt. Bomben Wetter versüßte uns den Nachmittag in Frankfurt und nachdem die Tanzschuhe geputzt, das Interview mit Frittenbude vorbereitet und die gute Laune eingepackt war, ging es hinüber auf die andere Main Seite, in den „Yachtklub“.
Wenn man sich das Wort „Yachtklub“ auf der Zunge zergehen lässt, sprudeln den meisten Leuten wohl versnobte Polohemdträger mit einer Tasse Tee in der Hand durch den Kopf. Aber dieses Vorurteil wurde gleich von erster Sekunde an zerstört. Der Yachtklub entpuppte sich schon von Weitem als alles Andere als spießig. Ohne das Wort abgefucked in den Mund zu nehmen, sagen Bilder wohl mehr als 1000 Worte…

Einmal an Bord des schwimmenden Partyboots waren alle Befürchtungen schon wieder zerschlagen. Rustikales Wirtshaus Ambiente, nette Sitzgelegenheiten, freundliche Menschen. So der erste bleibende Eindruck. Da wir zum Essen eingeladen waren, war es auch erst 19 Uhr. Aber ans Essen dachte vorerst niemand. Die Jungs von Frittenbude saßen schon in den Startlöchern für das Interview mit uns. Also fix Aufnahmegerät und Kamera klar gemacht und dann ging es auch schon los.

Im Vorfeld machte sich etwas die Befürchtung breit, die Jungs könnten ziemlich verpeilt (wie man sie ja aus anderen Interviews kennt) oder gar lustlos sein. Aber zum Glück war weder das Eine noch das Andere der Fall. Wie das Interview im Einzelnen verlief, könnt ihr in Kürze in einem separaten Post lesen!
Im Anschluss stürzten wir uns endlich auf das Buffet…und stellten auch prompt fest, dass essen, trinken und gleichzeitig in einem schwimmenden Wirtshaus auf dem Main treiben eine nicht für jedermann verträgliche Kombination ist.
Schnell kam man mit allerhand Menschen ins Gespräch. Das Versprechen einer intimen Atmosphäre wurde also voll eingelöst.
Nachdem es jetzt schon langsam dunkel wurde und die Gäste vor dem Eingang Schlange standen, öffneten nun offiziell die Türen für das Partyvolk. Rund 250 Gäste drängten sich in den Yachtklub, tranken einen Jägermeister, plauschten auf dem Deck und spielten Kicker.

(c) Geert Schäfer

(c) Geert Schäfer

Dann ertönten gegen 21 Uhr die ersten tiefen Bässe aus dem Frittenbude Repertoire. Dicht an Dicht drängen die Leute Richtung Bühne und von der ersten Sekunde an war die Stimmung mehr als ausgelassen. Eine Flasche Jäger nach der anderen machten die Runde durch das Publikum. Flüssigkeit war auch dringend notwendig, denn mangels Abluftanlage erreichten die Temperaturen und Luftfeuchtigkeit schnell tropische Ausmaße.

Frittenbude holten, wie gewohnt, alles aus ihrer Live Performance heraus. Songs vom aktuellen Album sowie längst Eskalations-erprobte Titel brachten den Yachtklub fast zum kentern (draußen fiel sogar kurzzeitig der Strom aus). Man konnte auch Zeuge eines Stage-Dives in einem Raum werden, der eigentlich alles andere als die passende Höhe dazu hat…

(c) Geert Schäfer

(c) Geert Schäfer

(c) Geert Schäfer

Kaputt und Glücklich taumelte das Publikum dann zum Luft schnappen nach Draußen, aber Tom Deluxx stand natürlich schon längst in den Startlöchern. Mit Glückshormonen vollgepumpt und bis aufs letzte motiviert wurde zu bretthartem Elektro Sound getanzt, der Jägermeister natürlich immer im Anschlag ;)

Zum Abschluss gab es noch eine kleine Runde feinsten Trash Pop Sound von Herrn Dominic Pohlmann auf die Ohren und dann musste wegen feiertäglichem Tanzverbot die Musik auch schon verklingen. Das war so ca. gegen 2 Uhr. Aber wir dachten natürlich nicht ans nach Hause gehen. Also plauschte man noch etwas mit den Künstlern, Veranstaltern, Helfern und ging der Hauptbeschäftigung des Abends nach…. Jägermeister trinken.

Irgendwann ist aber jede Feier auch mal vorbei. Also machten wir uns auf den laaaaangen beschwerlichen Weg Richtung Hotel. Schnell stellten wir fest, dass an Feiertagen in Frankfurt die Tore zur U-Bahn geschlossen bleiben. Also Taxi geschnappt und ab ins Hotel, total am Ende die Tür aufgesperrt und völlig ausgelaugt ins Bett gefallen.
Wir freuen uns schon wie verrückt aufs nächste Mal, wenn das Wirtshaus ruft.
Und die Moral von der Geschicht: „Jägermeister Partys lohnen sich!“

 

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