Chase & Status – Brand New Machine

Gepostet von am Oktober 21, 2013 in Featured Articles, Plattenkritiken | Keine Kommentare

Chase & Status – Brand New Machine

Saul „Chase“ Milton und Will „Status“ Kennard haben es erneut getan. Mit Brand New Machine schicken sie sich in diesem Herbst bereits zum dritten Mal an, die Dancefloors dieser Welt im Sturm zu erobern.

 

 

 

 

Nachdem die beiden in ihrer fünfjährigen Karriere bereits unzählige Erfolge verbuchen können (Stichwort – Beste Liveband oder Zweitgrößte Band des Jahres), blasen sie nun erneut zum Angriff und feuern unzählige Einflüsse aus der elektronischen Genre Kanone auf die neue Platte. Ähnlich wie das zweite Album lebt auch Brand New Machine von seinen vielen Features. Doch anders als im Vorgänger fällt das Name Dropping weitaus dezenter aus. Man beschränkt sich weitgehend auf Newcomer, die ihre Vocals auf den neuen Tracks beisteuern.

Zu erwähnen wäre da natürlich besonders die erste Single, Lost And Not Found, mit Unterstützung von Louis M^ttrs. Das Video hatten wir ja bereits im Sommer einer ausführlichen Analyse unterzogen.
Auch die zweite Auskopplung Count On Me schlägt in diese Kerbe. Mit der Unterstützung von Moko ist es Chase & Status gelungen, eine Rave-Hymne im besten 90er Stil zu schaffen. Wer bei dieser Synthesizer Orgie keine Lust auf Dancefloor bekommt, dem ist wohl nicht mehr zu helfen.
Allgemein fällt auf, dass weitaus weniger Elemente aus Drum&Bass Einzug gefunden haben. Stattdessen orientiert man sich mehr am UK House Hype, der spätestens seit Disclosure seinen Höhepunkt erreicht hat. Da passt der Track Deeper Devotion fast schon als Blaupause auf den Sound des Jahres. Auch an weiteren Ecken hört man die Einflüsse anderer Kollegen von der Insel. Hier blitzt ein Julio Bashmore auf und da wird sich aus der Sound Bibliothek von Joy Orbison bedient. Doch was am Ende dabei heraus kommt ist unverkennbar Chase & Status. Abseits vom 4/4 House Beat ist natürlich immer noch genug Platz für Drum und vor allem auch Bass. Sogar klassische Hip-Hop Einflüsse finden sich in Gangsta Boogie wieder.
Den Rahmen um all diese Elemente spannt der Pop Ansatz, der einen besonders großen Stellenwert auf der Platte einnimmt und mit Songs wie Blk & Blu oder Like That lupenreine Vertreter mit Chart Ambitionen hervor bringt.
Nebeneffekt der vermehrten Ausrichtung auf Dancefloor/Pop/Rave ist die Reduzierung der  Aggressivität, mit der man Chase & Status durchaus in den letzten Jahren in Verbindung bringen konnte. Mir persönlich tut dieser Wandel aber nicht weh – im Gegenteil! Ich begrüße diese Entwicklung und freue mich über ein Dancealbum, das zweifelsfrei zu den besten des Jahres gehört.

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