Drop die Beats wie die Bäume das Laub!

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Ich mag den Herbst nicht sonderlich! Zumindest war das bisher meistens so. Der Sommer ist cool. Da kann viel unter freiem Himmel unternehmen. Der Winter ist auch ganz lässig. Ski fahren, Glühwein trinken und gemütlich im Warmen chillen. Über den Frühling brauchen wir gar nicht erst diskutieren. Jeder mag den Frühling! Aber was ist eigentlich mit dem Herbst?

 

 

 

In diesem Jahr hat es der Oktober wirklich gut mit uns gemeint. Sonne, milde Temperaturen und die Natur in den spektakulärsten Farben. Normalerweise bekomm ich irgendwann gegen Ende Oktober, Anfang November meine obligatorische „Schlechte-Laune-Woche“. Man könnte sie Herbstdepression nennen. Aber bisher scheint die ganz gut ausgeblieben zu sein. Das liegt vor allem an drei Faktoren:

  1. In den Letzten Wochen kam wahnsinnig gute, neue Musik auf den Markt.
  2. Wir haben, wie immer, viel gefeiert.
  3. Meine Freunde sind einfach dufte!

Im Folgenden will ich aber lediglich auf Punkt 1 eingehen und euch ganz kurz und schmerzlos meine Lieblings Tracks und Alben der letzten Wochen vorstellen.

Den Anfang macht ein Junger Herr von der Insel. Er hört auf den Namen Daniel Avery und hat mit Drone Logic nun endlich sein Debüt Album veröffentlicht. Rough und vor allem elektronisch geht es da zur Sache. Mit einer Mischung aus kickenden Beats und knarzigen Synthesizern kann das Album auf ganzer Linie überzeugen. Im Moment ist Daniel Avery eindeutig auf dem aufsteigenden Ast. Das beweist nicht zuletzt auch sein Boiler Room Set aus der Fabric Mitte der Woche, sondern auch die Rinse FM Radio Show. Am besten ihr hört selbst mal rein!

https://soundcloud.com/danielavery/daniel-avery-rinse-fm-show-w-5

Außerdem haben unsere Lieblings New-Yorker und DFA Hipster (natürlich mal abgesehen von LCD Soundsystem) Holy Ghost! mit Dynamics endlich ihr zweites Album unters Volk gebracht. Das gute Stück knüpft da an, wo der Vorgänger aufgehört hat. Nämlich bei einem extrem eingängigen Hybrid aus Disco und Popmusik. Der Sound ist wie gewohnt brillant und perfektionistisch produziert. Ganz an den Vorgänger kommt der Zweitling allerdings nicht heran, denn leider finden sich zwischen Kracher Songs wie Don’t Look Down oder I Wanna Be Your Hand auch ein paar belanglosere Stücke.

Auch die Damen und Herren rund um das Pariser Kitsuné Label waren nicht untätig und haben ihre neue Maison Compilation auf die nunmehr 15. Ausgabe geupdatet. Die strotzt gerade zu vor eingängigen Popsongs und vielversprechenden Jungen Elektronik Bands. Lediglich die guten, alten Gitarren aus den früheren Jahren kommen etwas kurz. Dieser Umstand ist aber der allgemeinen Neuausrichtung des Labels geschuldet und fällt eigentlich nicht großartig ins Gewicht. Indie ist ja sowieso längst tot

https://soundcloud.com/guialvim_dsr/portland-deezy-daisy-oliver

Mit Space Me Out von Downtown Party Network ist nun auch endlich einer der besten House Tracks der vergangenen Open Air Saison auf Platte erschienen. Vor allem der Innervisions Crew und dort speziell Dixon ist es zu verdanken, dass man diesen Track mit einigen schönen Erinnerungen verbindet.

Zwar schon etwas früher dieses Jahr erschienen, aber dennoch für den Soundtrack des Herbstes unverzichtbar ist die Neuauflage des 80er Klassikers Goodbye Horses von Q Lazzarus. Die B-Seite wird zusätzlich mit einem Remix von Jon Hopkins geschmückt. Wo wir schon mal bei diesem Herren sind: Sein Album Immunity gehört für mich zu einem der besten elektronischen Alben des Jahres 2013!

Vergangene Woche waren wir zu Gast beim Nürnberger Liedermacher Slam und durften Zeugen eines Start-Ziel-Sieges des Leipziger Duos ByeBye werden. Mit ihrem Song Unklar haben sie uns sofort im Sack gehabt. Wer die Möglichkeit hat, die sympathischen Jungs live zu sehen, der sollte diese unbedingt wahrnehmen!

Und zu guter letzt gibt es dann doch noch eine richtige Ladung Gitarren. Die kommen von YUCK und ihrem zweiten Album Glow And Behold. Seitdem wir auf die Jungs aufmerksam geworden sind, haben sie sich mit ihrem Shoegaze Sound in unsere Herzen gespielt. Nach dem Ausstieg des Sängers geht es auf der neuen Platte fast schon nahtlos weiter, wo vor zwei Jahren aufgehört wurde. Alles in Allem ein fettes Album, jedoch ohne den ganz großen Überhit.

Eine letzte Sache wäre dann da aber doch noch:
R.I.P. Lou

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