Ein Tag beim Pferderennen

Wer denkt sich eigentlich diese Pferdenamen aus?

Vergangenes Wochenende haben wir den Sonntag mal etwas anders verbracht als sonst. Ausnahmsweise war nämlich nicht nur Katerstimmung auf der Couch, sondern Wettfieber auf der Galopp Rennbahn in München-Riem angesagt.

Ein Geburtstag sollte gefeiert werden. Aber nicht so wie sonst jeder Geburtstag feiert, mit Torte, Schnaps und Drogen in Papis Partyraum oder im Kellerclub um die Ecke, sondern elitepartnermäßig mit Niveau! Da kam der große Erdinger Weißbier-Preis genau recht. Und wie der Name vielleicht vermuten lässt, hielt das Niveau auch nicht ganz bis zum Ende durch.

Nachdem wir das Heftchen mit den Renninformationen und sämtlichen Statistiken zu den Pferden ausführlich studiert hatten und mit dem kleinen Einmaleins des Wettens vertraut waren, konnte es so richtig losgehen. Nur, auf wen wettet man, wenn man absolut keine Ahnung vom Pferderennen hat? Richtig – auf das Pferd mit dem klangvollsten Namen! Und davon gibt es einige… Unser Favorit: Diamond Diggins, der Zuhälter unter den Pferden. Ach nicht schlecht – Onenightinbankok, Hungry Heidi und Go Go Queen. Fast mag man vermuten, dass es in den Tiefen des Internets einen Name-Generator für solch wunderbare Kreationen gibt.

Anfangs waren alle noch etwas verhalten, doch sobald man die ersten Weißbiere im Magen hat, gleitet der Kuli fast von selbst über den Wettschein. Die anfängliche Zurückhaltung wandelte sich bereits nach dem 2. von 8 Rennen in regelrechte Euphorie. „Gib mit schnell noch mal den Plan, ich muss vor dem nächsten Start noch eine Wette platzieren“ waren dann Sätze, die man zu hören bekam. Dann regnete es erste Gewinne und die wurden natürlich prompt wieder in den nächsten Hengst aus der Kategorie Eternal Power investiert.

Ich muss ehrlich zugeben, dass ich selten so gelacht habe, wie an diesem sonnigen Nachmittag im Grünen. Wer konnte denn ahnen, dass es so viel Spaß macht, sich hübsch anzuziehen, ein paar Bierchen rein zu stellen, Käsespätzle zu naschen und dabei der zünftigen Blasmusik zu lauschen, während wenige Meter weiter ein dürrer Jockey, auf einem Pferd sitzend, das eigene Geld vermehrt (oder auch nicht…).

Im Endeffekt konnten wir mit unseren mageren 5€ Einsätzen natürlich nicht die Frührente sichern aber man muss fairerweise sagen, dass auch niemand wirklich verloren hat. An dieser Stelle geht noch mal ein Dank an Lili Moon. Die abgeklärte und erfahrene Stute hat das alles entscheidende Rennen des Tages für sich entscheiden können und mir damit ein weiteres Bier finanziert.

Das wird sicher nicht unser letzter Besuch auf der Rennbahn gewesen sein. Vielleicht versuchen wir es demnächst auch mal mit was Ruhigerem. Dressurreiten oder so… Bis dahin ist auf jeden Fall Pferderennen.de meine neue Startseite.

Pferderennbahn München-Riem from Soundbox Blog on Vimeo.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Connect with Facebook