Leon Bridges – Alte Seele in jungem Körper

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Wir waren für euch bei Leon Bridges und Grace im Technikum und haben uns für euch mit dem Soul-Fieber anstecken lassen.

Ich weiß nicht, ob es obligatorisch ist, Retro zu wirken, wenn man Soul macht und aus New Orleans kommt. Ich weiß aber, dass Leon Bridges mit viel Herzblut auf einer riesigen Retrowelle surft.

Selbst seine Mutter (die er gerne und oft während seiner Konzerte erwähnt) staunte, als Leon seine neuen Songs vorspielte. Er klinge wie ein alter Mann und ziehe sich wie sein eigener Großvater an. Da hat sie recht. Doch genau das ist, was seine Konzerte zu einem einzigartigen Erlebnis machen. Der Sohnemann gehört vielleicht zu den letzten Gentlemen auf dieser Welt und schämt sich dessen kein bisschen. Warum auch. Doch die Show ist nicht nur authentisch durchgestylt sondern wirkt sich auch einzigartig auf die Stimmung des Publikums aus. Schon lange war ich nicht mehr auf einem Konzert, auf dem die Zuhörer getanzt, geweint, gelacht und geschunkelt haben – jeder Song wartete mit einer Überraschung auf. Und das auch noch in München, der Stadt, in der die tollsten Acts kämpfen müssen, das Publikum auf ihre Seite zu bekommen.

Am Einfachsten lässt sich mein wundervoller Abend aber wahrscheinlich mit meinem seit einigen Tagen andauernden und nicht verschwindenden Neid zusammenfassen:

Ich will auch so einen Anzug.

Ich will auch mal nach New Orleans.

Ich will auch so tanzen können.

Ich will auch so eine umwerfende Backround-Sängerin mit Engelsstimme und unglaublichem Charisma.

Und den Schlagzeuger auch.

Ich will mit Leon ausgehen, Whiskey trinken und zu seinem Hit schwofen:

Denn:

Your heart and my heart are very very old friends. Perhaps.

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