All My Demons Greeting Me As A Friend

unspecified

Unsere Wertung

8

Das Warten hat ein Ende: Heute erscheint Auroras Debütalbum

Man sollte viel öfter Texte mit Definitionen aus dem Wörterbuchbuch beginnen, oder? …

„Aurora“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie Morgenröte, also die rötliche Färbung des Himmels vor dem Sonnenaufgang.

Aurora ist aber auch der Name einer wundervollen, elfengleichen Pop-Neuentdeckung des letzten Jahres. Denke ich an Aurora, denke ich jedoch nicht an die äußeren Farben des Regenbogens rot und orange, sondern eher an ein Gemisch aller Farben, die unbunte, hellste Farbe: Weiß. Auroras Haut ist weiß, ihre Haare sind weiß und auch ihre Stimme hat einen weißen, lichthellen Klang. Dass nicht nur ich weiße Lichtreflexe funkeln sehe, wenn ich Auroras Songs höre, zeigt auch das Video zu ihrer neuen Single „Conqueror“:

Doch Aurora bringt nicht nur in ihrer einzigartigen Erscheinung eine gelungene Mischung mit, sondern auch in ihrer Musik.

Die erst 19-Jährige Norwegerin aus Bergen vereint in Ihren Songs Melancholie und Willensstärke, leise und düstere Töne, zerbrechliche und energiegeladene Rhythmen.

Auch ein großer Mobilfunk-Anbieter wurde schon auf das kleine Stimmwunder von einem norwegischen Fjord aufmerksam und verhalf ihr damit zum Durchbruch in Europa. Die Klänge von „Running with the Wolves“ sind dank der guten Platzierung der Werbespots in all unseren Ohren hängen geblieben.

Selbstverständlich gibt es – wie immer – zahlreiche Kritiker der Verwurstung toller Künstler in Werbespots, doch ich bin einfach zu verliebt in die Elfe aus Norwegen und bekennende Feministin, um auf diesen Zug aufzuspringen. Außerdem freue ich mich viel zu sehr, wenn auch im guten alten Pop endlich mal wieder etwas Frisches auf den Markt kommt.

Doch die Freude wird leider ein wenig getrübt. Denn es gibt nicht allzu viele Überraschungen auf dem ersten Album der Norwegerin. Daran ist jedoch nicht die Künstlerin selbst Schuld, sondern das Management hinter ihr, das alle Kanäle und alle Marketingkniffs nutzte, die Sängerin ins Rampenlicht zu stellen.  Mit „All My Demons Greeting Me As A Friend“, das am 11.03.2016 bei Vertigo erscheint, liefert Aurora genau das ab, was ich erwartet habe. Doch was ist so schlecht daran, Erwartungen zu erfüllen? Schließlich hat Aurora bei den Klassikern gelernt und beherrscht bereits in ihren jungen Jahren die Regeln des Pops  perfekt. Ihre Refrains sind eingängig, bleiben  tagelang im Ohr. Trotzdem versprühen ihre Songs eine unglaubliche Leichtigkeit, die viel zitierte Elfenhaftigkeit, die sie und ihre Musik so einzigartig machen. Genau so kennen und wünschen wir uns Popmusik.

So sagt sie selbst: „Ich schätze, ich bin ziemlich altmodisch. Ich bin nicht wirklich auf dem Laufenden, was aktuelle Musik angeht und habe keine Ahnung, was der ‚heiße Scheiss’ ist“, Sie höre lieber die alten Meister. Leonard Cohen, dessen „Suzanne“ sie schon als kleines Kind so sehr berührte. Bob Dylan und manchmal Heavy Metal.

Diese Liebe zu den alten Meistern und die Tatsache, dass Aurora schon mit zehn Jahren ihre ersten Songs geschrieben hat, macht sie also zu einem knallharten Profi. Und genau deshalb wird ihr Album sicherlich ein europaweiter Erfolg.

Und wie es sich für einen neu entstandenen hellen Stern am düsteren Pophimmel gehört, geht Aurora auch auf Tour. Falls ihr dabei sein wollt, hier sind die bisher angekündigten Livetermine für Deutschland:

21.03.16 Berlin, Heimathafen Neukölln

29.04.16 Hamburg, Mojo

01.05.16 München, Freiheiz

02.05.16 Köln, Gloria

Und bis dahin schaut einfach mal hier vorbei:

http://aurora-music.com

http://www.facebook.com/iamAURORA

Doku „Into The Light“ http://vevo.ly/E6PpW8

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Connect with Facebook