DIIV – Aus dem Entzug auf die Bühne

Sandy-Kim-1

Für die Genrebeschreibung von DIIV gab es schon viele Begriffe. Alle waren genau so nebulös wie die Musik der Band um Frontmann Zachary Cole Smith selbst. Zuletzt brachten Smith die mäandernden Gitarrenriffs in Kombination mit jeder Menge Drogen  in eine Entzugsklinik. Dort brachte er sein, sagen wir mal „spannendes“ Leben, zwischen Models, Haute Couture und Rock’n Roll wieder auf die Reihe. Ergebnis war Anfang des Monats das Release des zweiten Studioalbums „Is the Is Are“.

Darauf sind viel mehr klare Momente als zuletzt enthalten. Die Stücke folgen songartigen Strukturen und sind zum Teil sehr eingängig. Dadurch werden DIIV um einiges einsteigerfreundlich, aber noch lange nicht massentauglich. Die Lyrics decken das gesamte Spektrum des menschlichen Seins, vom tiefsten Tal bis zum größten Hochgefühl ab.

Man darf gespannt sein, ob die neuen Songs auch live funktionieren. Als Sympathisant der Band war ich in der Vergangenheit von der Livedarbietung eher enttäuscht. Was da von der Bühne schallte, war eher verschallerter Matsch, als Musik. Bleibt zu hoffen, dass sich die neue Klarheit und Abstinenz auch positiv auf die Qualität der Konzerte auswirkt. Wir werden auf jeden Fall vor Ort sein und uns in einen Wald aus Gitarren und Echo entführen lassen.

Live Dates:
30.03.16 – Köln, Gebäude 9
31.03.16 – Berlin, Lido
10.04.16 – Hamburg, Uebel & Gefaehrlich

01.04.16 – München, Orangehouse

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