NÔZE – “Dring”

Kein April Scherz, unsere Lieblingsfranzosen von NÔZE bringen am Freitag, den 01.04.2011 ihr neues Album “Dring” in die Regale! Wer die beiden Feierschweine kennt, der hat natürlich hohe Erwartungen in die Scheibe. Live sind Ezechiel Pailhès und Nicolas Sintescu ja schon längst Legenden, die genau wissen, wie sie das Publikum komplett auf ihre Seite ziehen. Nach dem gelungenen Debütalbum “Songs on the Rocks” wird es nun Zeit, an den Erfolg von vor nunmehr zwei Jahren anzuknüpfen.
Die Stücke sind wieder von vielen musikalischen Stilrichtungen beeinflusst. Der bekannte Jazz Sound hat sich ein gutes Stück weiter entwickelt. Elemente klassischer Popmusik halten vermehrt Einzug. Allgemein kann man sagen, dass die Musik ein gutes Stück erwachsener geworden ist. NÔZE haben mittlerweile sogar eine ganze Band im Gepäck. Das Konzept geht also weit über das Feiern im Club hinaus. Aber eben dieses ultimative Live Erlebnis wird sich wohl auch weiterhin prächtig entfalten können. Wir werden es früh genug erfahren, denn NÔZE sind demnächst wieder auf Tour und auch in unserer Gegend anzutreffen.

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Rainbow Arabia – Boys and Diamonds

Hallo Blog Freunde,

es wird wieder Zeit für eine neue Album Kritik/Empfehlung/Band Vorstellung.

Wir widmen uns aus diesem Anlass voll und ganz der Neuverpflichtung des Kölner Musikimperiums KOMPAKT und stürzen uns mitten in die Musikszene aus Los Angeles.

Dort tut sich nämlich in Sachen zeitgenössischer Pop Musik so Einiges. Und das nicht erst seit Kurzem!

Wenn man sich die Band Rainbow Arabia, bestehend aus Sängerin Tiffany Preston und ihrem Ehemann Danny Preston so anschaut, mag man zunächst nichts Auffälliges entdecken. Doch spätestens beim ersten Mal hören fällt sofort auf: Hier wird alles von Elektronik über Pop und Raggae bis zu folkloristischen Elementen aus dem bandnamesgebenden Arabien in einen Topf geschmissen und einmal gehörig umgerührt. Heraus kommen dabei allerlei tanzbare Popsongs, aber auch einiges andere, eher schwer definierbare Musikgut.

Zu erstem weitreichenden Ruhm gelang die Band bereits vor knapp zwei Jahren durch ihren Videoclip zum Song „Omar K“. Beim Anschauen dachte ich einfach nur…“Wow, zu viel kalifornische Sonne scheint doch nicht gut zu sein…“. Aber wer die gezeigte Art von Zombie- Werwolf- LSD- Massaker- Humor mag, der kommt voll auf seine Kosten.

Nun noch ein paar Worte zum Album selbst.

Los geht’s mit dem Song „Boys and Diamonds“, der den Hörer sanft und einfühlsam in bester Pop Manier fast schon auf eine falsche Fährte locken will. Ruhig grooved das Teil vor sich hin und lässt den Zuhörer die catchy Hookline mitsingen (ob der Sprache nun mächtig oder nicht ist egal).

Track Nummer zwei könnte man als den „Überhit“ des Albums betiteln. „Without You“ ist Pop Musik vom Feinsten. Tiffanys Stimme in Verbindung mit dem Text „So lonely, without you, I wait for you“ und eine eingängige Synthi Melodie lassen das Herz höher schlagen.

Und als ob das noch nicht genug gewesen wäre, geht es im typischen Raggae Stil bei „Nothin Gonna Be Undone“ weiter direkt auf den Dancefloor.

Die ganze Sache gipfelt dann schließlich im „Four to the Floor“- Monster „Blind“ samt Sägezahn Synthesizer.

Danach geht es etwas experimenteller zur Sache. Arabische Rhythmen und Instrumente dominieren die nächsten drei Songs, die aber für mich persönlich eher als mittelmäßig daher kommen.

Aber genau diese Pause braucht man als Hörer, denn der nächste Kracher „Mechanical“ mit seinem arabischen Synthi Flair steht schon in den Startlöchern. Das Rezept für tanzbare elektronische Popmusik geht auch hier wieder voll auf. Mit diesem frisch aufgenommenen Schwung wuchtet sich das Album noch einmal auf einen Höhepunkt in Form des Songs „This Life is Practice“. Mitsingen und tanzen ist auch hier wieder schwer angesagt.

Die letzten zwei Stücke sind wieder solide, aber nicht überragend, jedoch besser als der eher schwache Mittelteil des Albums. Den Abschluss macht der irgendwie improvisiert daherkommende Titel „Sequenced“ samt arabischer „Schrei-Orgie“. Ein gelungener Abschluss für ein wirklich sehr gutes Album.

Es ist wirklich sehr schön, eine solch frische Band auf einem deutschen Label wie Kompakt begrüßen zu dürfen. Irgendwie ist der Charme, den die Songs des Duos versprühen fesselnd. Umso krasser ist der Widerspruch, in dem die Videos zu den Songs stehen.

Fazit: klasse Inszenierung, klasse Songs, klasse Band, klasse Album

8.5/10 Punkte

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