So wars bei: Marina & The Diamonds @ Astra

So wars bei: Marina & The Diamonds @ Astra

Einen der wenigen Deutschlandauftritte von Marina and The Diamonds gab es letzte Woche in Berlin zu bewundern. Das Popsternchen glänzte mit einer Show aus sexieness und musikalischer Vielseitigkeit.

 

Ohne Vorband dafür aber mit hübschen Bühnenbild ging es im gut gefüllten Astra kurz nach 20:00 Uhr los. Gute Neunzig Minuten gab es dann neben Hits wie Hollywood, How To Be A Heartbreaker und Primadonna auch einige Outfitwechsel zu sehen. Sound und Performance von Marina waren ausgezeichnet. Die Begleitband stand klar im Hintergrund und das gesamte Geschehen war auf die junge Waliser Sängerin gerichtet.

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So wars beim Monster Bash 2012 @ Columbiahalle

So wars beim Monster Bash 2012 @ Columbiahalle

Es ist immer wieder schön Events in Berlin zu besuchen, besonders wenn einem eine  so tolle Crowd wie beim Monster Bash erwartet. Die Punkrock-Hardcore Konzertreihe welche in der Columbia-Halle sowie im Columbia Club stattfand, war ein voller Erfolg.

Bei dem betreten des Geländes kam sofort Festivalstimmung auf. Obwohl die Konzerte Indoor stattfanden, wurde mit 2 Biergärten und einigen Imbiss-Ständen einiges auch im Außenbereich geboten. Da gab es dann ein reichhaltiges Angebot an Vegetarischen und Veganen Gerichten. Doch zwischen all dem Bier und Veggie-Burgern gab es natürlich auch einiges auf die Ohren.

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Konzertbericht: Thees Uhlmann in Erlangen

Konzertbericht: Thees Uhlmann in Erlangen

Gestern war es nun also soweit, der gute Thees startete seine erste Solo Tour zum neuen Album. Die Auftaktveranstaltung fand im beschaulichen Erlangen statt. Da lag es nahe, aus der fränkischen Hauptstadt einen kleinen Abstecher in die benachbarte Kleinstadt zu machen.

Punkt 20 Uhr scharrten wir schon mit den Hufen bis endlich die Türen es E-Werks geöffnet wurden. Schnell füllte sich der Saal mit sehr gemischtem Publikum. Von Jung bis Alt war alles dabei. Auch Fans von Thees alter Band Tomte waren gekommen.

Um 21 Uhr verdunkelten sich die Lichter. Wir waren gespannt, wer die Vorband sein würde. Ein einzelner Herr in Lederjacke und mit Strohhut betrat mutterseelenallein die Bühne. Bewaffnet nur mit einer Akustikgitarre unter dem Arm. Wie sich später herausstellte war das Tobias Kuhn, der bereits die Sportfreunde Stiller,  Udo Lindenberg und eben Thees Uhlmann produzierte.

Er gab lediglich vier Stücke zum Besten. Die hatten es dafür aber in sich. Besonders das Cover von „Wonderful Live“ von Black hat mich mit seiner gefühlvollen Spielart begeistert. Begleitet wurde er streckenweise vom Klavier. Gesanglich war der junge Herr auf sehr hohem Niveau, da hat (fast) jeder Ton gepasst. Typisch für so ein Akustik Set war auch die Reaktion des Publikums. Alle standen ganz gebannt da und lauschten den beruhigenden Harmonien.

Nach diesen wirklich guten 20 Minuten wollten wir natürlich mehr! Wir hatten uns schon gewundert, warum denn zwei Schlagzeuge auf der Bühne aufgebaut waren. Es musste also noch eine Vorband kommen. Und so war es auch.

Imaginary Cities aus Kanada betraten als nächstes die Bühne. Mit einer Mischung aus Indie und Soul brachten sie die ersten Füße zum zucken. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich die Band vorher gar nicht kannte. Als ich aber dann die eingängige, weil sehr einzigartige Stimme der Sängerin endlich zuordnen konnte, wurden mir die Zusammenhänge plötzlich klar.

Auf der Deluxe Edition von Thees Album gibt es eine englische Version von „Zum Laichen und Sterben…“, deren zweiter Verse von Sängerin Marti Sarbit stammt. Thees Interpretation von „Hummingbirds“ stammt ursprünglich aus der Feder der Band. Alles in Allem kann man Imaginary Cities durchaus sehr empfehlen. Einige Songs haben echtes Hit Potential!

Gegen 22:30 Uhr war dann auch die recht lange Umbaupause beendet und Thees betrat endlich die Bühne. Nach einem kleinen Intro auf der Mundharmonika und einem beherzten „Halleluja“ Schrei befanden wir uns auch schon mitten im Eröffnungsstück „Römer am Ende Roms“.

Dieses Lied gehörte schon im Vorfeld zu meinen absoluten Lieblingen. Ich war überrascht, wie super der Sound war und wie nah die live Qualität an die Aufnahme auf Platte heran kommt. Vom ersten Augenblick an war auf der Bühne pure Spielfreude sowohl zu sehen, als auch zu spüren. Da hat schon das zuschauen Spaß gemacht. Als Thees dann das Publikum im E-Werk herzlich begrüßte, hatte er bereits alle endgültig auf seiner Seite. Er gab immer wieder sehr nette Anekdoten aus seinem Leben zum Besten und lobte die tollen Auftritte, die er bereits in Erlangen erlebt hatte. So leitete er auch geschickt zum Stück „Hier komm ich her“ über. Mit den Worten „Macht euch nichts vor aber Erlangen ist eine verdammte Kleinstadt!“ sorgte er für viel Lachen im Publikum. Allen Einheimischen geht natürlich bei diesem Lied das Herz auf. So sollte das auch sein, denn dieses Lied ist wirklich genau für einen solchen Rahmen gemacht. In einer großen Halle in irgendeiner deutschen Großstadt kann ich mir die Reaktionen nicht so emotional vorstellen. Es folgten weitere klasse Songs vom Album bis das erste Drittel des Auftritts mit einem besonderen Schmankerl beendet wurde. Die ganze Band verließ die Bühne und nur Thees und Tobias kamen zurück um den Song „New York“ von Tomte zu performen.

Das Publikum feierte frenetisch und wollte am liebsten noch mehr Tomte Songs hören. Thees schmetterte diese Forderung mit dem sau coolen Spruch „das ist MEIN Konzert, klar?!“ zurück. Wieder hatte er alle Lacher auf seiner Seite. Dann folgen weitere großartige Stücke wie „Jay-Z singt uns ein Lied“ und „Sommer in der Stadt“.

Textsicher kam voller Support aus den Reihen der Fans. Man könnte denken, dass die Songs schon ewig Bestand hätten. Glatt konnte man vergessen, dass das Album ja erst vor wenigen Wochen erschienen ist. Die Songs stecken einfach voller Wahrheit, Emotion und Energie. Sie wachsen einem ruck zuck ans Herz. An dieser Stelle sei auch noch einmal die Band zu loben, die einen super Job geleistet hat. Danach wartete ein weiteres persönliches Highlight auf mich. „17 Worte“ stand auf dem Plan und dieser Song gehört zu meinen unangefochtenen Lieblingen auf der Platte. Drittel Nummer zwei war nun auch schon wieder vorbei. Selbes Spiel wie zuvor: Alle verließen die Bühne und nur Thees und Tobias blieben zurück. Thees kündigte einen historischen Moment an. Er coverte nun erstmals seit ewigen Zeiten ein Lied. Dafür hatte er sich „Van Diemen’s Land“ von U2 ausgesucht. Mit wahrer Inbrunst steigerte er sich in seinen Gesang. So macht Musik einfach Spaß! Zum Endspurt ging man dann mit dem Chart Erfolg „Zum Laichen und Sterben…“ über.

Auch hier war das Publikum mit vollem Elan bei der Sache. Ich habe versucht die Stimmung auf Video zu bannen und hielt mein iPhone fest in den Händen. Dann kam einer der lustigsten Momente, die ich bis dato bei einem Konzert erlebt hatte. Thees machte wieder eine seiner Ansagen. Plötzlich zeigte er auf „den Herren mit der gleichen Frisur wie er“. Ich war erst etwas irritiert, denn sein Finger ging direkt in meine Richtung. Es stellte sich heraus, dass er tatsächlich mich meinte. Er sagte, er sei höchst erfreut von den Menschen aus Erlangen. Er dachte, ich strecke ihm sogar meine Finger zu einem Herz geformt entgegen. Aber als er dann näher hin sah erkannte er, dass ich nur mein Handy in den Händen hielt. „Shit happens!“ ;) Das letzte Lied in der Setlist war „Paris im Herbst“. Die Band zeigte noch einmal was sie kann und alle im Saal schmolzen dahin. Natürlich war auch noch eine kleine Zugabe drin. Er widmete sie seiner Mutter. Was für ein feiner Kerl! Letztendlich wurden wie erwartet alle Titel des Albums gespielt. Auf CD machen schon alle Stücke Laune aber live ist das Erlebnis noch einmal ein ganz anderes.

Ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass dieses Konzert eines der besten war, die ich jemals besucht habe (und das waren echt eine Menge). Da hat einfach alles gepasst. Jedem, der die Chance hat, Thees & Band live zu sehen, der soll das unbedingt tun! Mehr gibt’s dann auch gar nicht mehr zu sagen, außer diesem letzten Wort: GROSSARTIG!

Bilder und Videos von Tobias Gruner

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Review: Esben and the Witch & Mio Myo

Gestern Abend habe ich mich auf den Weg ins K4 gemacht, um Esben and the Witch zu sehen.
Um Haaresbreite hätte ich total verpasst, dass diese junge Band von der Insel überhaupt in Nürnberg zu Gast ist. Aber Gott sei Dank bin ich dann doch noch darauf gestoßen.
Esben and the Witch wurden ja dieses Jahr schon heftig gehyped, ja sogar als “die nächsten The XX” bezeichnet. Ich selbst war bisher ganz gut um diese Euphorie herum gekommen. Mehr als zwei Mal hatte ich das Album bisher nicht gehört. Lediglich der Marching Song hatte es mir samt seines Videos etwas angetan. Aber wie das ja so oft ist, wollte ich die volle Live Dröhnung. Manche Bands muss man einfach hautnah erlebt haben, um ihren Scharm zu entdecken. Gesagt, getan! Sonntagabend aufgerafft und voller Erwartungen den Club betreten. Erster Eindruck vom Publikum: ganz anders als erwartet. Die typische Indie Fraktion. Ich hatte irgendwie viel mehr düstere Gestalten erwartet…
Vor Ort habe ich dann auch erst erfahren, dass eine Vorband auftreten wird. Mio Myo sind scheinbar relativ kurzfristig als Supportact eingesprungen. Ich kannte die Band vorher überhaupt nicht, wusste also nicht was mich erwartet. Um ehrlich zu sein waren sie mir schon fast egal. Ich wollte ja schließlich Esben and the Witch sehen.

Pünktlich um 21 Uhr erklang dann auch die erste Gitarre begleitet von Synthi Melodien, Bass und Schlagzeug. Vom ersten Takt an zuckte es in meinen Füßen. Das war schon mal ein gutes Zeichen! Mio Myo machen Ghost Rock und wie sich nach anschließender Recherche herausstellt, haben die Jungs auch schon einige große Bands wie MGMT, The Whitest Boy Alive und !!! (Chk, Chk, Chk) unterstützt. Der Frontmann strahlte sympathische Indie-Verpeiltheit aus und hatte immer einen netten Spruch auf Lager. Das Publikum wurde von Anfang an einbezogen. Die Jungs hatten Spaß am Spielen und das merkte man auch. Ich war sofort hin und weg. Catchy Melodien, mitreißende Vocals und clever eingesetzte Effekte sowie Drummachines rundeten das Gesamtpaket ab. 45 Minuten vergingen da wie im Flug. Von Titel zu Titel hatte man das Gefühl, einen neuen Lieblingssong zu hören, den man spontan ins Herz geschlossen hat.
Nach dem Gig bin ich dann sofort zum Merch Stand gespurtet und hab mir das aktuelle Album HYPER ROMANTIC SYMBOLISM gekauft. Eins stand fest: Jetzt wird es schwer die Stimmung zu halten und an dieses Erlebnis anzuknüpfen.

Nach einer knapp viertelstündigen Umbaupause standen Esben and the Witch dann auch schon in den Startlöchern. Ihr Setup ist wohl eher als außergewöhnlich zu beschreiben. Eine Drummachine für die spärlich gesäten Beats. Ein bisschen Schlagwerk für perkussive Einlagen. Allerlei Gitarren (keine Akustik) und ein Kaoss Pad. Alles wird dabei von der Stimme der Sängerin Rachel Davies zusammen gehalten. Für alle, die die Band nicht kennen: Esben and the Witch machen “Nightmare Pop“. Das klingt erstmal komisch. Aber was die englische Presse an Vokabular erfindet, war ja schon immer diskussionswürdig…

Alle Lichter gingen aus, die ersten Töne erklangen. Schnell wurde aber klar: Hier passt was nicht… Probleme mit der Gitarre bzw. den Effekten kosteten fast 10 Minuten Zeit, in denen notgedrungen improvisiert werden musste. Fragmenthaft war schon der Marching Song zu erkennen. Nach allerlei Gebastel und nervösem Auf und Ab auf der Bühne, spuckte die zweite Gitarre dann doch einen Teppich aus bis zur Unkenntlichkeit verzerrten Tönen aus. Jetzt aber wirklich, der Marching Song, wohl bekanntester Titel der Band gleich am Anfang.
Leider war das dann auch schon fast das Highlight der Show… Eingefleischte Fans werden mich wohl beschimpfen. Aber ich fand alles etwas “unprofessionell”. Großes Problem der Band: Die Songs des Albums und deren Arrangements live umsetzen. Irgendwie schien hier nichts so recht zu passen. Dauernd stieg einer der Gitarristen aus, musste sich hinknien und an seinen Effekten basteln. Dann ständig dieses “klick” wenn die Gitarre gewechselt wurde. Das nervte schon etwas. Allein der Gesang hielt zeitweise die ganze Performance zusammen. In diesem Punkt gibt es aber sonst nicht viel zu meckern. Singen kann die gute Frau wirklich. Auch wenn eine gehörige Portion Echo wohl fast jeden nach Nachtigall klingen lässt.

Nun aber mal zur Inszenierung. Denn da wird vieles wieder wettgemacht, was der Sound etwas zerstört hatte. Wenn sich die 3 Bandmitglieder um die Drums versammeln, um gemeinsam darauf einzuschlagen, dann hatte das schon etwas Mystisches. Da kam wirklich Hexenatmosphäre auf. Rachel schmiss sich die Haare ins Gesicht und Tanzte wie vom Teufel höchst persönlich besessen. In solchen Momenten konnte die Band überzeugen und voll ihre mystische, kalte Stimmung entfalten. Rein musikalisch verkam das Gitarrenspiel Großteils in einen riesigen Haufen Effektmatsch. Andererseits gab es auch einige Glanzpunkte, bei denen das Zuhören durchaus Spaß gemacht hat. Gelinde gesagt, könnte man von einer “durchwachsenen” Performance sprechen.

Fazit des Abends: Esben and the Witch können ihrem Hype bei Weitem nicht gerecht werden und sollten an ihrem Live Konzept arbeiten. Inszenierung – Hui, Sound – Pfui.
Mio Myo haben die Messlatte einfach ein Stückchen zu hoch gelegt. Super Musik von sympathischen Jungs. Der neue Favorit im CD Regal!

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Sorry James

Gestern Abend durfte ich Zeuge eines kleinen Akustik Konzertes der Nürnberger Band Sorry James werden.
Marius, Sänger und Gitarrist (Bei den Videos rechts im Bild) hatte uns eingeladen. Also sind wir seinem Ruf gefolgt und wurden nicht enttäuscht! Normalerweise ist die Band zu viert unterwegs. Aber in Anbetracht der Spontanität des Gigs wurde kurzerhand zu zweit eine kleine Akustik Session gespielt. Ich kannte die meisten Lieder noch nicht, beziehungsweise nur in der voll besetzten Variante. Aber ich wahr sehr überrascht, wie gut der reduzierte Sound ins Ohr ging. Man merkte, wieviel Herzblut beim Spielen aufgebracht wurde. Aber auch der Humor kam nicht zu kurz! So wurde die “Ballade des Abends” angekündigt und im selben Satz hinzugefügt: “Naja, wenn man die Songs in der akustik Version spielt, klingt eh alles nach Ballade…”. Dieser Spruch hatte natürlich einige Lacher auf seiner Seite!
Nach einer Dreiviertel Stunde war dann auch schon Alles wieder vorbei. Spaß hatte ich sehr. Mit guter Musik kann man eben begeistern. Besonders wenn sie ehrlich und aufrichtig beim Publikum ankommt.

Hier gibts nun noch ein paar Videos vom Auftritt.

Übrigens kann man seit April auch die EP der Band käuflich erwerben. Ich hab mein Exemplar bereits geordert!
Also unterstützt dieses feine, vielversprechende Stück Musik aus dem Nürnberger Süden!

Bei Myspace zu finden unter: http://www.myspace.com/sorryjamesmusic
Und kräftig liken auf Facebook: http://www.facebook.com/sorryjames

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